Backerbsen selber machen

Backerbsen sind eine Suppeneinlage, die in Deutschland in erster Linie in Bayern und besonders in Schwaben verzehrt wird. Aber auch in Österreich und in der Schweiz sind die knackigen Kugeln aus Mehl bekannt und beliebt. Außer ihrer Form und der Größe haben die Backerbsen nichts mit dem grünen Gemüse gemeinsam. Backerbsen sind braun und werden aus einem Mehlteig zubereitet und in Fett ausgebacken.

Backerbsen sind zwar vegetarisch, denn sie enthalten weder Fleisch noch Fleischprodukte, aber sie sind nicht vegan, weil im herkömmlichen Backerbsenteig Eier verwendet werden. Um vegane Backerbsen herzustellen muss statt Weizenmehl Dinkelmehl benutzt werden, da das Dinkelmehl mehr Klebereiweiß beinhaltet und den Teig besser zusammenhält. Der Teig wird selbstverständlich mit Wasser statt mit Milch angerührt. Damit die Erbsen schön aufgehen, kann Hefe zugegeben werden.

Beim Backen der leckeren Suppeneinlage muss beachtet werden, dass der Teig nicht zu flüssig ausfallen darf, weil das Ergebnis sonst keine erbsenförmigen Kügelchen ergibt, sondern Teigklumpen, die nach Pfannkuchen schmecken. Wird der Teig mit Milch statt mit Wasser zubereitet, sind die Backerbsen schneller braun und weniger knusprig. Der Topf muss mit so viel Öl angefüllt sein, dass die Teigtropfen darin schwimmen, dann verklumpen sie nicht.

Ähnlich wie beim Herestellen von Spätzle darf auch bei der Zubereitung von Backerbsen nicht zu viel Teig gleichzeitig in den Topf tropfen. Erst wenn eine Lage Backerbsen an der Oberfläche des Fettes schwimmt, wird sie mit dem Schaumlöffel herausgehoben und es kann die nächste Lage Teig ins Öl getropft werden. Wird frischer Teig auf halb fertige Backerbsen getropft entsteht ein Teigklumpen, der weder gut aussieht noch lecker schmeckt.

Backerbsen

Backerbsen selber machen:

  • Zubereitungszeit: ca. 15 Minuten
  • Zutaten reichen für 4 Personen

Rezept: Backerbsen Zutaten

  • 3 EL oder 90 g Mehl
  • 1 Ei
  • 1 gute Prise Salz
  • etwas Wasser
  • Öl zum Frittieren

Backerbsen selber machen: Zubereitung

  1. Das Mehl wird mit dem Salz in einer Schüssel vermischt.
  2. Anschließend muss das Ei über das Mehl geschlagen werden. Es wird gut untergerührt.
  3. Dann wird solange tropfenweise Wasser hinzugegeben, bis ein dickflüssiger Teig entstanden ist.
  4. Während der Teig nun ruht, wird ein Topf mindestens zwei Zentimeter hoch mit Öl befüllt. Das Öl wird auf dem Herd auf 185 Grad erhitzt.
  5. Dann wird der Teig in eine Spätzlepresse gefüllt und ins heiße Öl getropft. Wer keine Spätzlepresse zur Hand hat, kann den Teig durch ein Küchensieb ins heiße Fett tropfen lassen. Dabei ist zu beachten, dass das Sieb trocken sein muss, weil sonst der Teig anklebt.
  6. Es darf jeweils nur wenig Teig ins Fett tropfen, damit sich kein großer Klumpen bilden kann, sondern einzelne kleine Kügelchen entstehen.
  7. Wenn die Teigkugeln an der Oberfläche schwimmen und goldbraun sind, können sie mithilfe eines Schaumlöffels aus dem Öl gehoben werden. Sie dürfen auf einem Küchenpapier abtropfen und auskühlen.
  8. Es wird mit dem restlichen Teig auf die gleiche Weise verfahren, bis der ganze Teig aufgebraucht ist.
  9. Die Backerbsen werden erst kurz vor dem Servieren in die Suppe gestreut, damit sie beim Essen noch leicht knackig sind.

Übrigens eignen sich die knackigen Backerbsen nicht nur als Suppeneinlage, sondern schmecken auch hervorragend als Knabbergebäck. Statt Chips oder Erdnüsschen werden sie nicht nur in Bayern gerne zum Bier genascht. Luftdicht abgeschlossen hält sich das knusprige Knabbergebäck in einem Schraubglas circa eine Woche frisch, wenn es nicht vorher weggefuttert wird.

Die Backerbsen wurden früher in Schmalz statt in Öl ausgebacken und waren wegen ihrer aufwendigen Herstellung der Oberschicht vorbehalten. Heute können die knackigen Erbsen zumindest im süddeutschen Raum im Supermarkt als Fertigware erstanden werden. Sie werden industriell mithilfe von Backtriebmitteln oder Hefe zur Lockerung des Teiges hergestellt und bestehen aus Mehl, Pflanzenfett, Milchpulver, Volleipulver, Salz und Hefe.