Grießnockerlsuppe - bayrisch und deftig

In Süddeutschland werden Grießnockerln immer als Suppeneinlage serviert. Die bayrische Suppeneinlage befindet sich entweder in einer klaren Rinderbrühe oder in der Hühnersuppe. Eine interessante Geschmacksvariante ist, die Nockerln in einer Spinatsuppe oder in der Fischsuppe aufzutischen.

Grießnockerln sollen nicht fest sein, sondern eine fluffig, luftig leichte Konsistenz aufweisen. Sie können in der Suppe mit dem Löffel problemlos zerkleinert werden und eignen sich auch hervorragend als Krankenkost oder als weiche Suppeneinlage für Kinder. In der Regel jedoch dient die Grießnockerlsuppe in Bayern als Vorspeise. Sie wird sowohl zum Abendessen wie auch zum Mittagstisch serviert.

Die Grießnockerln, die übrigens auch den Namen Grießklößchen tragen, werden aus Hartweizengrieß, aus Weichweizengrieß oder aus Dinkelgrieß hergestellt. Grießklößchen, die mit Dinkelgrieß zubereitet werden sind besonders schmackhaft. Der Weichweizengrieß wird in erster Linie für die süße Variante der Nockerln verwendet, weil er weicher wird. Beim Hartweizengrieß ist die Stärke fester gebunden, weswegen er zum Kochen besser geeignet ist.

Die Nockerln für die Suppe werden mit Salz und wenig Pfeffer gewürzt. Für viele ist die Zugabe von geriebener Muskatnuss unerlässlich. Der Geschmack der Grießklößchen kann mit frischen Kräutern verfeinert werden. Hierzu eignen sich gehackte Petersilie oder klein geschnittener Schnittlauch. Eine exotische Geschmacksvariante ergibt sich bei der Zugabe von Curry und Paprikapulver. Auch Parmesankäse kann der Nockerlmasse beigemischt werden.

Grießnockerlsuppe

Rezept Grießnockerlsuppe - bayrisch und deftig:

  • Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten
  • Zutaten reichen für 4 Personen

Rezept: Grießnockerlsuppe Zutaten

  • 0,5 l Milch
  • 200 g Hartweizengrieß
  • 60 g Butter
  • 2 Eier (mit Schale circa 50 g je Ei)
  • 1 Msp gemahlene Muskatnuss
  • Salz, Pfeffer
  • ½ Bund Schnittlauch
  • 2 l Kraftbrühe oder Hühnersuppe

Grießnockerlsuppe: Zubereitung

  1. Die Butter wird in die Milch gegeben und anschließend wird die Milch mit etwas Salz auf dem Herd zum Kochen gebracht.
  2. Während sich die Milch erhitzt wird der Schnittlauch in feine Röllchen geschnitten. Die Schnittlauchröllchen werden auf zwei Teile aufgeteilt. Die eine Hälfte wird zur Seite gestellt, damit sie als Dekoration genutzt werden kann.
  3. Wenn die Milch kocht, werden etwas Pfeffer und die Messerspitze Muskatnuss untergerührt. Die zweite Hälfte der Schnittlauchröllchen wird zugegeben und ebenfalls eingerührt. Dann wird der Topf vom Herd genommen.
  4. Auf dem Herd wird nun die Brühe/Suppe erhitzt.
  5. Unter stetigem Rühren soll der Grieß langsam in die Milch rieseln (solange Rühren, bis sich der Teig vom Boden löst und ein milchiger Belag zurück bleibt). Anschließend bleibt die Masse für circa zehn Minuten stehen, dass der Grieß quellen kann.
  6. In die leicht abgekühlte Grießmasse werden dann die beiden Eier eingerührt.
  7. Danach werden mit dem Esslöffel oder mithilfe zweier Teelöffel die Nockerln aus dem Teig gestochen.
  8. Sie werden in die kochende Suppe gelegt. Dort dürfen sie fünf Minuten mitkochen. Anschließend wird die Hitze heruntergedreht und nach weiteren 15 Minuten Ziehen sind die Grießnockerln fertig. Sie werden mit der anderen Hälfte des Schnittlauchs bestreut und in der Suppe serviert.

Zu beachten bei der Zubereitung der Nockerln ist, dass der Grieß nicht in die kochende Milch gerührt werden sollte, weil er sonst leicht klumpt. Die Milch wird zuerst mit Salz zum Kochen gebracht. Dann wird der Topf vom Herd genommen und in die heiße Milch darf der Grieß unter stetigem Rühren langsam einrieseln. Der fertige Nockerlteig sollte mindestens fünf Minuten ruhen, damit der Grieß gut aufquellen kann. Danach lassen sich die Grießnockerln mühelos abstechen.

Die Grießnockerln können wunderbar vorbereitet werden. Der fertige noch rohe Teig wird eingefroren und bei Bedarf im Kühlschrank aufgetaut. Die Nockerln werden wie beim frischen Teig abgestochen und müssen in der Brühe ziehen. Es ist weder ein geschmacklicher noch ein optischer Unterschied feststellbar. Im Kühlschrank kann der rohe Teig ein bis zwei Tage gelagert werden.