Schweinshaxe : knusprige bayerische Schweinshaxn

Kaum zu glauben, wie viel Fleisch ein Schweinebeinchen hat. Und eine knusprige Fettkruste kommt auch noch dazu. Von der Größe des Knochens sollte sich niemand täuschen lassen. Die Schweinshaxe sättigt ungemein und ist, wie sollte es bei einem zünftigen bayrischen Essen anders sein, eine ausgesprochene Kalorienbombe.

Die original bayerische Schweinehaxe kann zur Brotzeit mit einem Stück echten Bauernbrot oder einer Laugenbrezn gegessen werden. Sie schmeckt aber auch zum Mittagessen mit Knödeln, Soße und bayrisch Kraut oder Blaukraut. Auf jeden Fall sollte die Haxn stets frisch aus dem Ofen verzehrt werden, damit die Kruste schön rösch und nicht weich ist.

Zum Einschneiden der Fettschicht wird ein scharfes Tapetenmesser benutzt. Damit lässt sich die dicke Schweinehaut am besten bearbeiten. Die Haut wird von oben nach unten im Abstand von circa vier Zentimetern streifenförmig (oder auch rautenförmig) eingeschnitten. Dadurch kann das Fett besser ausbraten und die Gewürze können leichter einziehen.

Die Schweinshaxe ist übrigens genau das Stück Fleisch, das sich zwischen dem Schweinefuß und der Keule befindet. Für die bayrische Schweinshaxn wird immer die hintere Haxe verwendet. Die ist kleiner aber die Fettschicht ist ein bisschen dicker. Die Haxe muss naturbelassen sein und darf nicht gepökelt sein. Eine Schweinshaxn wiegt circa 750 Gramm.

Wer zur knusprigen Schweinshaxe eine Soße servieren möchte, der bereitet die Haxe in einem Bräter im Backofen zu und legt sie erst für die letzten 20 Minuten auf den Bratrost. Dazu werden Zwiebeln, Karotten und ein kleines Stückchen Sellerie in große Würfel geschnitten und im Bräter um die Haxe verteilt. Es wird so viel Wasser aufgegossen, dass es circa 2 Zentimeter hoch im Bräter steht.

Statt mit Wasser kann auch mit dunklem Bier aufgegossen werden. Das gibt der Soße einen deftigen, aromatischen Geschmack. Während des Bratens wird die Schweinshaxe immer wieder mit Bier übergossen. Gegen Ende der Garzeit, wenn die Haxe auf dem Grill liegt, wird die Soße durch ein Sieb gegossen, in einen Topf gegeben und darf auf dem Herd einkochen.Sie muss nicht angedickt werden.

Schweinshaxe

Rezept knusprige bayerische Schweinshaxn:

  • Zubereitungszeit: ca. 160 Minuten
  • Zutaten reichen für 2 Personen

Rezept: Schweinshaxe Zutaten

  • 2 Schweinshaxen insgesamt ca. 1,5 Kilogramm
  • 1 EL Salz
  • ½ TL Pfeffer

Bayerische Schweinshaxe: Zubereitung

  1. Zuerst wird die Schweinshaxe kurz abgewaschen und mit einem Küchenkrepp wieder trockengetupft.
  2. Anschließend muss die Haut mit einem Cutter zuerst von oben nach unten und dann in der Quere streifenweise im Abstand von vier Zentimetern eingeschnitten werden. Dadurch entsteht ein Rautenmuster auf der Schweinehaut. Das hat nicht nur den Vorteil, dass die Gewürze besser ins Fleisch ziehen können, sondern die knusprige Schweinehaut kann nach dem Braten auch leichter verzehrt werden.
  3. Salz und Pfeffer werden zusammengemischt und anschließend wird die Haxn von allen Seiten mit der Salz-Pfeffer-Mischung eingerieben.
  4. Der Backofen wird auf circa 180 Grad vorgeheizt. Wenn der Ofen die gewünschte Temperatur erreicht hat, wird die Schweinshaxe auf der mittleren Schiene auf den Bratrost gelegt. Auf der unteren Schiene wird das Backblech eingeschoben, das mit Wasser gefüllt ist.
  5. Damit die Haxe gut durch ist und sich das Fleisch später leicht vom Knochen löst, benötigt sie circa 2,5 Stunden Bratzeit.
  6. Während sie im Ofen liegt, darf sie zwischendurch des Öfteren mit Wasser oder dunklem Bier bepinselt werden.
  7. Etwa 30 Minuten vor Ende der Garzeit wird die Temperatur des Backofens auf 200 Grad erhöht. Sollte die Schweinshaxn nach 2,5 Stunden noch nicht die gewünschte Bräune und Rösche haben, kann der Grill kurz zugeschaltet werden. Dabei muss das Fleisch jedoch unbedingt beobachtet werden. Es wird schnell dunkel!

Mit der knusprigen Schweinshaxn holt sich jeder das bayerische Biergarten-Feeling ins Haus. Deshalb sollte auf ein süffiges Weißbier auf keinen Fall verzichtet werden.