Bayrischer Wurstsalat

Ob mittags, abends oder zwischendurch, der bayrische Wurstsalat schmeckt immer. Als deftige Vorspeise regt er den Appetit auf ein herzhaftes, bayrisches Mittagessen an. Als würzige Brotzeit stillt er den kleinen Hunger zwischendurch. Und als schmackhaftes Abendessen lässt er den Tag angenehm ausklingen. Und das Tolle ist, der Wurstsalat ist schnell gemacht, denn er besteht nur aus wenigen Zutaten.

Mit Wurst, Zwiebeln, Schnittlauch und einem leckeren Dressing aus Essig, Öl, Zucker, Salz und Pfeffer lässt sich der bayrische Snack rasch zubereiten. Und wenn Ihnen die ursprüngliche Variante aus Bayern noch nicht raffiniert genug ist, können Sie den Wurstsalat mit unterschiedlichen Zutaten verfeinern.

Der typische Bayer verwendet zur Veredelung natürlich einen bayrischen Senf. Das ist keine scharfe Variante, sondern eine leicht süße. Denn mit bayrischem süßen Senf ist der echte, süße Weißwurstsenf gemeint. Soll der Salat ein bisschen am Gaumen brennen, eignen sich die kleinen Radieserl als Scharfmacher. Wenn Ihnen der Wurstsalat trotz ausreichender Essigzugabe noch nicht sauer genug ist, können Sie ein paar Essiggurken dazuschnippeln. Und möchten Sie ihn lieber etwas milder, verwandeln Sie ihn mit Emmentaler Käsestreifen in einen Schweizer Wurstsalat.

Nicht jede Wurst eignet sich für den Salat. Im original bayrischen Wurstsalat wird entweder Lyoner oder, in der Regensburger Gegend eine Regensburger verwendet. In beiden Fällen handelt es sich um eine Brühwurst. Damit jedoch all die Bayern, die im Ausland leben und weder an eine Lyoner und schon gar nicht an eine echte Regensburger herankommen, ebenfalls einen schmackhaften Wurstsalat zubereiten können, hier ein kleines Geheimnis: Zur Not lässt er sich auch mit Wienern oder Bockwürsten zubereiten.

Selbstverständlich schmeckt der notgedrungen abgewandelte Wurstsalat lange nicht so gut, wie das Original. Aber wer weit weg von der Heimat, seine Gelüste auf eine bayrische Brotzeit nicht mehr zurückhalten kann, ist auch mit der Alternative zufrieden. Die zweitwichtigste Zutat, neben der Wurst, ist im bayrischen Wurstsalat der Essig. Damit der Brotzeitsalat so richtig schön sauer schmeckt, sollten Sie einen kräftigen Weißweinessig verwenden. Der milde Balsamico-Essig ist in diesem Gericht nicht erwünscht.

Auch das Öl dürfen die Italiener nicht spenden. Denn so gesund das kalt gepresste Olivenöl auch sein mag, im bajuwarischen Snack verdirbt es den Geschmack. Verwendet wird ein geschmacksneutrales Distel- oder Sonnenblumenöl. Damit die liebevoll zubereitete Marinade gut in die Wurst einziehen kann und alle Gewürze sich gut entfalten, sollten Sie den Salat ungefähr zwei Stunden vor dem geplanten Verzehr zubereiten. Stellen Sie ihn abgedeckt in den Kühlschrank und lassen Sie das Dressing in Ruhe einziehen. Kurz bevor Sie den bayrischen Wurstsalat verzehren möchten, nehmen Sie ihn aus der Kühlung und garnieren ihn mit kleinen Schnittlauchröllchen.

Bayrischer Wurstsalat

Rezept für original bayrischer Wurstsalat:

  • Zubereitet ist der schmackhafte Salat in 10 Minuten.
  • Die Zutatenmenge ist für ungefähr 4 Personen ausreichend.

Rezept: bayrischer Wurstsalat Zutaten

  • 150 Milliliter Weißweinessig
  • 300 Milliliter Wasser
  • 1 Esslöffel süßer Senf (wer mag)
  • 4 Stück Gewürzgurken (nach Gusto)
  • 1 Prise Zucker
  • Pfeffer und Salz
  • 3 EL frischer, klein geschnittener Schnittlauch
  • 500 Gramm Lyoner (= Fleischwurst) oder Regensburger
  • 2 mittelgroße Schalotten
  • 2 Esslöffel Sonnenblumen-, Distel- oder Rapsöl

Bayrischer Wurstsalat: Zubereitung

  1. Entfernen Sie zunächst die Haut der Lyoner, denn sie wird nicht mitgegessen.
  2. Dann schneiden Sie die Fleischwurst in feine Scheiben. Sie können nun entweder die Scheiben in eine große Schüssel geben und den bayrischen Wurstsalat mit Wurstscheibchen herstellen. Wenn Sie die Wurst in kleineren Stückchen bevorzugen, schneiden Sie die Scheiben anschließend in Streifen und geben die Wurststreifen in eine große Salatschüssel.
  3. Schälen Sie die Zwiebeln und schneiden Sie sie in dünne Ringe. Wer mag, kann die Zwiebeln über den Gemüsehobel ziehen. Allerdings sollte er nicht zu fein sein, denn für den Wurstsalat dürfen die Zwiebelringe gerne etwas Biss haben.
  4. Lieben Sie einen sauren Salat, fügen Sie Gewürzgurken bei. Schneiden Sie dazu die vier Gürkchen ebenfalls in dünne Scheiben und geben Sie sie zu Wurst und Zwiebeln in die Schüssel.
  5. Das Dressing bereiten Sie in einer separaten Schüssel zu. Gießen Sie dazu Essig und Öl in die Schüssel. Geben Sie eine Prise Zucker hinzu und, wenn sie möchten, einen Esslöffel Weißwurstsenf.
  6. Schmecken Sie die Marinade mit Salz und Pfeffer ab und
  7. gießen Sie sie anschließend über die Wurst und die Zwiebeln.
  8. Mischen Sie alle Zutaten gründlich durch, bevor Sie die Schüssel abdecken und für ungefähr zwei Stunden in den Kühlschrank stellen.
  9. Kurz vor dem Servieren entnehmen Sie den bayrischen Wurstsalat der Kühlung und bestreuen ihn mit klein geschnittenen Schnittlauchröllchen.

Zum herzhaften Salat schmeckt eine Brezn besonders gut. Aber auch ein kerniges Bauernbrot oder eine Kaisersemmel ergänzen die Brotzeit optimal.

Übrigens, wer auf seine schlanke Linie achtet, aber auf den schmackhaften Wurstsalat nicht verzichten will, kann die Fleischwurst durch eine magere Putenlyoner ersetzen. Dadurch ändert sich der herzhafte Geschmack nicht sehr, aber die Kalorienzufuhr ist merklich geringer.

Und noch ein kleiner Tipp, wenn der Salat nachdem er aus der Kühlung kommt, den Geschmack noch nicht ganz trifft, kann nachgebessert werden: Schmeckt er zu sauer, lässt sich das durch Zuckerzugabe mildern. Ist er zu langweilig, hilft oftmals Salz, als Geschmacksverstärker. Und wenn der bayrische Wurstsalat zu süß geraten ist, würzen Sie einfach mit einem Schuss Essig nach.